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Unsere Geschichte

Im Jahr 1923 stand der Rohbau vom Riesenbauer Wälde da, der dieses seinem Sohn übergeben wollte. Doch dieser verstarb.

1924 Übernahme des Hauses durch den Südwestdeutsche Jugendbund-Verband für entschiedenes Christentum (SWD-EC). Auf einer EC-Tagung in Karlsruhe wurde beschlossen, das halbfertige Haus in Gutach zu kaufen. Mit vereinten Kräften aus Gutach, Hornberg und EC-Orten aus dem Ländle wurde das Haus unter viel Mühen zu einem Erholungsheim umgebaut.

1925 Fertigstellung des Gutachheimes durch den örtlichen Jugendbund. Die Einweihung fand im Februar statt.

„Es gab damals noch keinen Weg entlang des Kanals. Gott hat auf seine Weise geantwortet. So ist die Geschichte der Brücke ein Beispiel der Güte und Durchhilfe Gottes. Ohne diese“ Brücke und ohne Fahrweg wäre das schöne Haus als Jugendheim unmöglich gewesen. Zu der Zeit wurde in Hornberg die Kirchenbrücke abgerissen. Herr Blum verhandelte und bekam diese Brücke nach Gutach. Der Riesenbauer war damit einverstanden, weil er dadurch zu seinem Hof einen besseren Zugang erhielt. Später zog die Familie Blum ins Gutachheim ein. So konnten alle Veranstaltungen im Hause stattfinden. Und sie waren es auch, die den Gästebetrieb durch eigene Opfer in Gang brachten“. so schrieb es Karl Lehmann.

1926 wohnte „Vater Blum“ mit seiner Familie im Haus („Blümleheim“) und startete unter bescheidenen, ärmlichen Verhältnissen einen Gästebetrieb für ECler aus dem ganzen Südwestdeutschen EC-Verband. Im Volksmund wurde Herr Blum „Sonntagsjakob“ genannt. Man traf sich im Gemeindehaus und in Privathäusern zu Bibelstunde, Jugendstunde und Kinderstunde. Nicht ganz reibungslos war die „freundliche Übernahme“ des Gutachheimes durch den EC-Verband. Familie Blum zog wieder aus und damit auch vorübergehend die Solidarität der Gutacher.

Im gleichen Jahre kam Frieda Stecher als Hausmutter ins Gutachheim. Später kam Tante Johanna Banzhaf dazu und beide übernahmen die Leitung des Hauses. Es entwickelte sich eine erste Blütezeit. Mit 40 Betten war das Haus in den 30er Jahren eine Mischung aus Freizeitheim und Jugendherberge für Jugendliche auf der Wanderschaft.

1934 wurde das 10-jährige Jubiläum gefeiert. Einer der Redner war der stellvertretende Ortsgruppenleiter der NSDAP. Damals nicht unüblich.

18.1.1943 wurde das „Gutachheim“ wegen der politischen Lage (Enteignung) und finanzieller Schwierigkeiten an Tante Frieda und Tante Johanna je zur Hälfte übereignet. Brüder legten die Kaufsumme als Darlehen vor.

Ab 1945 wurde das Haus vom Gutacher Bürgermeister an die französischen Soldaten übergeben, die ein Haus für ein Bordell suchten.

1947 ging das Haus nach dem Krieg und der französischen Besatzung wieder in den Besitz der beiden Tanten über, die den Gästebetrieb nach einer aufwendigen Renovierung erfolgreich wieder aufnehmen konnten.

1950 wurde eine Festschrift erstellt: 25 Jahre Gutachheim

Frühjahr 1959 verstarb Frieda Stecher und Johanna Banzhaf führte mit treuen Mitarbeiterinnen weiter das Haus.

28.8.1984 verstarb Johanna Banzaf und Sonja Grün, später Lehmann, übernahm die Leitung des Hauses.

Am 30.9. 1985 endete dann der Gästebetrieb und somit das Freizeitheim. Der letzte Gästebetrieb war am 21.9.1985.

Am 1.1.1986 übernahm der Liebenzeller Gemeinschaftsverband, Sitz in Bad Liebenzell, das Gutachheim. Das alte, charmante Schwarzwaldhaus in solitärer Lage wurde nach und nach umgestaltet und wurde aus einem Freizeitheim ein Gemeinschafshaus.

Seit 1.4.1986 waren einige Prediger stationiert und leiteten Gottesdienste, Bibelstunden, Kinderstunden, Schülerfrühstücke, Bibel- und Brezeltreffs und vieles mehr. Einmal im Jahr findet traditionell unser „Gutacher Herbst“ (Gottesdienst in der ev. Kirche Gutach und 4 Bibelabende) statt und 1-2x jährlich veranstalten wir Themenabende im ev. Gemeindehaus in Gutach.

Das Gutachheim feiert 2025 sein 100jähriges Bestehen und die Liebenzeller Gemeinschaft Gutach wird 40 Jahre.

Wir als Liebenzeller Gemeinschaft freuen uns sehr, wie Gott in Höhen und Tiefen, Schönem und Leidvollem durchgetragen und seine Hand über Haus und Menschen gehalten hat. So haben wir bis heute einen Ort, wo wir zusammenkommen und Gottesdienste u.a. feiern dürfen.

Mit meinem Gott kann ich über Mauer springen. Psalm 18.30

Von allen Seiten umgibst du, Herr, mich und hältst deine Hand über mir. Psalm 139,5